Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.

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Kurzbeschreibung Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, verbliebene Zeugnisse jüdischer Kultur aufzufinden, zu dokumentieren und die Erinnerung daran wachzuhalten. Dazu wurde u.a. die ehemalige Synagoge Erfelden erworben und restauriert. Sie ist heute Kultur- und Begegnungszentrum.
Träger /
Initiative
Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.
InformationZiele

Ziel des Vereins ist es, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreichenden Spuren jüdischer Geschichte im Kreis zu dokumentieren und insbesondere das Schicksal der von den Nazis vertriebenen und ermordeten jüdischen Familien vor dem Vergessen zu bewahren.

ausführliche Beschreibung

Das Judentum in Deutschland hat prägende Spuren in unserer Geschichte hinterlassen, auch in unserer unmittelbaren Umgebung und direkten Nachbarschaft. Im Kreis Groß-Gerau reichen die Spuren jüdischer Mitbürger bis in das 13. Jahrhundert zurück, als sich während einer großen Wanderungsbewegung von Süd nach Nord einige Familien niederließen.

Dem Nebeneinander mit seinen Höhen und Tiefen, den Gegensätzen und Gemeinsamkeiten wurde von 1933 bis 1945 ein Ende gesetzt. Dem rassistischen Wahn, der durch das nationalsozialistische Regime geschürt wurde, sind viele Juden zum Opfer gefallen. Das jüdische Leben in unserer Gesellschaft wurde zerstört, Nachbarn verschwanden.

Die ehemalige Synagoge Erfelden

Das Haus entspricht in seiner architektonischen Schlichtheit einer typischen Dorfsynagoge. Vor der einfühlsamen Restaurierung hatte das Gebäude eine bewegte Vergangenheit, die nachfolgend entlang einiger ausgewählter Daten kurz skizziert werden soll:

1877Einweihung der Synagoge Erfelden
192750-Jahr-Feier des Bestehens der Synagoge
1938Verkauf des Gebäudes und Umbau in ein Wohnhaus
1989Erwerb der ehemaligen Synagoge Erfelden durch den Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.
1989 - 1994Restaurierung des Gebäudes zur Erhaltung und Überführung in den Originalzustand
1991Verleihung des Denkmalschutz-Preises an den Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.
1994Einweihung der ehemaligen Synagoge als Kultur- und Begegnungszentrum


Angebot

Neben der Aufgabe als Dokumentationszentrum werden geeignete Materialien didaktisch aufbereitet, um sie Schulklassen für eine aktive Erarbeitung der heimatlichen Geschichte zur Verfügung zu stellen.

Präsenzbibliothek sowie Archiv zum jüdischen Leben auf dem Lande, hier speziell im Kreis Groß-Gerau, sind zur Zeit noch im Aufbau, können jedoch von Interessierten bereits genutzt werden.

Mehrere wechselnde Ausstellungen jährlich geben Einblick in Ergebnisse historischer Forschung vor Ort und informieren über unterschiedliche geschichtliche Aspekte.

Vorträge, Lesungen, musikalische Veranstaltungen, historische und künstlerische Ausstellungen sprechen eine Vielzahl von Bewohnern des Kreises an (das Programm kann angefordert werden).

Ein speziell auf Schulen zugeschnittenes Angebot sieht die Betreuung und Begleitung von Schülergruppen im Haus sowohl zur jüdischen Geschichte auf dem Land als auch zu Fragen der jüdischen Religion vor.

Materialordner zum selbständigen Arbeiten stehen bereit. Auch eine fachliche Begleitung während schulischer Projektwochen kann vereinbart werden. Darüber hinaus werden nach Bedarf Seminare in Kooperation mit anderen Bildungsträgern, z.B. in der Lehrerfortbildung, durchgeführt.

Frühzeitige Terminvereinbarungen sind erwünscht, da die ehemalige Synagoge ausschließlich ehrenamtlich betreut wird.
StandortEhemalige Synagoge Erfelden, Neugasse 43, 64560 Riedstadt-Erfelden
Interneteigene Website: www.fjgk.de